Giovanni’s Welt im Februar: Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt…

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„Ich hole mal ein paar Brötchen!“ sagte ich zu meiner Frau und schon saß ich im Auto. Unten an der Ecke sah ich den Hähnchenwagen stehen. Ich dachte, der kommt doch immer freitags? Im gleichen Atemzug wurde mir klar – schon wieder war eine Woche um…!

Im Supermarkt dann, die Brötchen lagen schon im Einkaufswagen, kam ich an den Zeitschriften vorbei. Die neue Computerzeitung lag druckfrisch im Regal und ich wusste, ich hatte die letzte Ausgabe noch nicht einmal gelesen. Sie kommt immer 14-tägig, also waren schon wieder zwei Wochen um. „Mein Gott!“ Auf der Rückfahrt ein schneller Stopp an der Sparkasse und mal eben die Auszüge holen. Ich überflog die Summen und bemerkte die vielen Abbuchungen. Verdammt, es sind ja schon wieder vier Wochen um, wie ist das möglich…? Irgendwie kam mir dann ein alter Song in den Sinn. „Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt.“ (Berry Ryan 1971) So bekam ich langsam meine Gelassenheit zurück.

Neulich am Frühstückstisch erzählte mir meine Frau vom vergangenen Fernsehabend. „Schade, das Dschungelcamp geht auch schon wieder zu Ende.“ Ich nickte kurz, wobei ich mich bemühte, mit meinem Gesicht etwas Begeisterung auszustrahlen. Gleich kamen mir wieder die Bilder der RTL-Serie der letzten Jahre vor Augen. C- bis D- Promis, die ekelhaftes Kleintier, Glupschaugen, Kakerlaken-Cocktails und Känguru-Penisse würgend verspeisen mussten. Ich kann nur sagen: „BÄH!“

Nicht im Dschungel, sondern in südeuropäischen Trainingscamps waren unsere Fußball-Helden. Während ich mir genüsslich ein frisches Brötchen mit selbstgemachter Himbeermarmelade auf der Zunge zergehen ließ, las ich in der Tageszeitung: Endlich geht es wieder mit der Bundesliga weiter! Braungebrannte, durchtrainierte Kicker, viele mit noch mehr Tattoofülle an Armen, Beinen und Rücken werden wieder den geliebten grünen Rasen betreten.

Dabei bemerkt man ein neues Massenphänomen: Jeder zweite Spieler trägt jetzt einen vollbartartigen Wildwuchs am Kinn und Hals. Vielleicht erleben wir bald mal einen Elfmeterpfiff nicht durch simples Handspiel im Sechszehner, sondern durch ein Foul nach verbotenem Bartziehen. Auch da fällt mir wieder ein Lied ein. Die Seefahrer- Band „Santiano“ sang: „Alle die mit uns auf Kaperfahrt fahren, müssen Männer mit Bärten sein. Jan und Hein uns Claas und Pit, die haben Bärte, die fahren mit!“ Also, Männer, lasst Euch einen steh‘n! Ich bleibe bei meinem kurzen Dreitagebart. 3 Tage vergehen viel zu schnell…

Euer Giovanni

 

 

 

 

 

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