Saftfasten für ein leichteres Leben

von Alois Schräder, Saftfastenleiter, Yogalehrer

 Saftfasten – abnehmen auf natürliche Weise

Gesund & Fit_Saftfasten_Schraeder_AloisBeim Saftfasten wird zwar auf feste Nahrung verzichtet, aber die Obst- und Gemüsesäfte liefern dem Organismus alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bei einer Dauer von 1-3 Wochen ist nicht mit Mangelerscheinungen zu rechnen. Zeitlich begrenztes Saftfasten gilt auch als eine gute Möglichkeit zum Abnehmen auf natürliche Weise. Dank der Gemüse- und Obstsäfte wird in einem übersäuerten Körper das natürliche basische Gleichgewicht wieder hergestellt. Ein übermäßiges Hungergefühl entsteht in der Regel nicht, da mit den Säften Fasern und etwa 300 kcal Kalorien aufgenommen werden. Sie können die Säfte alle selbst herstellen, indem Sie Gemüse und Obst auspressen oder Sie kaufen im Reformhaus oder der Apotheke schon fertige Bio-Säfte ein. Achten Sie darauf, dass die gekauften Säfte naturrein sind und keinen Zucker oder Konservierungsstoffe enthalten. Über den Tag verteilt sollten 1-1,5 Liter mit Wasser verdünnter Saft, Brühe und Tee sowie zusätzlich täglich zwei bis drei Liter Wasser getrunken werden.

Was bewirkt ein gut durchgeführtes Saftfasten?

Aber wie sieht es in unserm Inneren aus? Alles in unserem Körper ist durch Gefäße miteinander verbunden. Je besser diese Blut- oder Lymphgefäße gereinigt sind, umso besser ist die Versorgung der Organe, des Gehirns sowie des gesamten Körpers. Wie eine verkalkte Kaffeemaschine eben auch 1-2 Mal im Jahr entkalkt wird, so ist diese beispielhafte Maschine auch länger lebensfähig. Oder wie anstrengend ist der wöchentliche Hausputz, aber wie fühle ich mich danach, wenn alles wieder glänzt! Viele leben nur für außen und eine neue Frisur ist auch wichtig für unser Wohlgefühl.

Mit Hilfe eines täglichen, feucht warmen Leberwickels zum Mittagsschlaf unterstütze ich noch zusätzlich meine Leber. Anschließend fühlt man sich wie neugeboren. Wenn ich auch noch in der Woche 3-5 Kilo an Gewicht verliere, ist das für manchen von uns auch ein guter Nebeneffekt. Auch wenn ich dieses Gewicht häufig in einem Monat wieder draufhabe, ist es doch an mir, diesen Weg neu zu gestalten. Eventuell verlängere ich die Fastenzeit, oder ich esse wirklich bewusster und weniger und dieses neue Begreifen, was ist Nahrung und Essen, ist ein Sinn vom Fasten. Daher finde ich das Saftfasten im Vergleich zum Heilfasten sinnvoller. Durch den Fruchtzucker wird unser Gehirn weiter mit Sofortenergie versorgt und Unwohlsein und Kopfschmerz bleiben aus. Unser Gehirn braucht jeden Tag gut 80 bis 100 g Zucker, was er auch aus Fettreserven umsetzen kann, aber das ist eben ein weiterer Weg. Auch die vermehrt freiwerdenden Glückshormone durch den Fastenvorgang bewirken ein sich mehr Wohlfühlen.

Der erste Fastentag sollte immer mit einer Darmreinigung beginnen, so werden Kopfschmerzen und Mattigkeit vorgebeugt. Dem Ende der Fastenkur sollte immer eine Aufbauwoche folgen. Das Prinzip ‚Weniger ist Mehr‘ in unserer Wohlstandsgesellschaft kann man mit dem Fasten gut nachvollziehen. Wichtig ist auch, dass man das Fasten nicht mit Hungern vergleicht! Es soll dem Körper und dem Geist zu mehr Lebenskraft, Freude und Sinn verhelfen. Ihr Körper wird es Ihnen danken!

In Kombination mit einer betreuten Gruppe fällt das Fasten noch leichter. Ob ich dazu eine Ortsveränderung vornehme oder mir eine Gruppe in meinem Umfeld suche, liegt an mir. In der Gruppe sind die neuen Teilnehmer häufig überrascht, wie einfach und leicht so eine bewusste Woche vergeht und wie viel gelacht, aber auch manchmal geweint wird. Und wie man darüber neue Menschen und sich selbst neu kennen lernt, was ja auch ein Ziel des Fastens sein kann.